
Mit anhaltend warmem Wetter steigt auch wieder die Gefahr von Wald- & Flächenbränden.
Diese verheerenden Schadensfeuer sind sehr tückisch, da sie sich ggf. unbemerkt schnell ausbreiten und große Wald- und Wiesenflächen vernichten.
Das Bundesland Niedersachsen unterhält hierfür an mehreren Standorten einen Feuerwehrflugdienst. Dieser wird bei erhöhter Waldbrandgefahr eingesetzt und überfliegt die gefährdeten Gebiete, um mögliche Schadensfeuer rechtzeitig zu erkennen. Ferner sind in bestimmten Forstgebieten s.g. Waldbrand-Beobachtungstürme installiert die dann ebenfalls besetzt werden.
Über die vorherrschende Waldbrandgefahr können Sie sich tagaktuell informieren, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) ermittelt diese Gefahr regional nach dem „Waldbrandgefahrenindex M-68“ sowie nach dem „Grasland-Feuerindex“ (noch in der Entwicklung / Probebetrieb).
Ein verheerender Waldbrand entsteht sehr leicht:
Die Ursache hierfür sind zum einen die Blitze von Gewittern; schlagen diese in Bäume oder Büsche ein, setzen sie rasch das ganze Umfeld in Brand. Aber auch durch starke Sonneneinstrahlung und dadurch auftretende extrem hohe Bodentemperaturen können auf natürliche Weise Brände entstehen.
Allerdings ist auch der Mensch selbst nicht ganz unschuldig:
Die Einhaltung des teils unbekannten, aber strikten Rauchverbotes in Wäldern (von März bis Oktober), das Grillen nur auf ausgewiesenen Plätzen und das eigentlich selbstverständliche Vermeiden von Müll im Wald (z.B. eine Bierflasche wirkt wie ein Brennglas) sind die wichtigsten Verhaltensweisen, die ein Waldbesucher unbedingt beachten sollte!
Der unvorsichtige Umgang mit offenem Feuer im Wald und Waldesnähe führt erwiesenermaßen zu den meisten Waldbränden. Unachtsamkeiten wirken sich besonders verheerend aus, wenn die Waldbrandgefahr ohnehin erhöht ist.
Die Waldbrandgefahr erhöht sich bei:
Unachtsam weggeworfene Zigaretten sind immer noch, trotz Verbot und zahlreicher Warnschilder in den Waldgebieten, eine der häufigsten Ursachen der verheerenden Waldbrände. Teilweise sind auch Brandstifter am Werk. Richtig gefährlich werden lokale kleine Brände, wenn sie durch einen starken Wind schnell zu großen Feuern werden und sich rasch ausbreiten.
Wenig bekannt ist auch die Tatsache, dass schon im Vorfeld die bestehenden Waldschäden die Waldbrandgefahr noch mehr erhöhen. Die verlichteten Kronen geschädigter Bäume fördern den Graswuchs auf dem Boden. Die im Winter abgestorbene Grasschicht wirkt im Frühjahr wie ein "Brandbeschleuniger", so dass nicht nur in den Hitzeperioden im Sommer, sondern gerade auch im Frühjahr die Waldbrandgefahr außerordentlich hoch ist. Gleichzeitig behindert der stärkere Graswuchs die Wasserversorgung des Baumes, so dass er trockener und leichter entflammbar ist.
Übrig bleiben nach einem schweren Waldbrand nur verkohlte Baumleichen, die obersten Erdschichten sind völlig zerstört. Viele Jahre dauert es, bis ein abgebrannter Wald wieder aufgeforstet werden kann, und einige Jahrzehnte, bis alles wieder wächst und gedeiht.
So können Waldbrände vermieden bzw. vorgebeugt werden:
Rauchen Verboten Feuer Verboten Zutritt für
Unbefugte Verboten
So unterstützen Sie aktiv die Feuerwehr in Sachen Wald- und Flächenbrand:
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