Sommerfahrt nach Oberstdorf

Auch in diesem Jahr war unsere Jugendfeuerwehr wieder auf Sommerfahrt. Wie zuletzt vor 10 Jahren hat es uns wieder einmal in die Berge verschlagen, und die Zeltsachen konnten zu Hause bleiben. Es ging wie beim letzten Mal wieder mit der Bahn in die Jugendherberge nach Oberstdorf, um dann in der Woche die Umgebung zu erkunden und die Aussicht von dem ein oder anderen Berg zu genießen. Nach einer sehr turbulenten und unzuverlässigen Anreise mit der Deutschen Bahn haben wir am späten Samstag in der Jugendherberge die Zimmer bezogen und den ersten ruhigen Abend in der Jugendherberge genossen.

Am Sonntag haben wir dann die nähere Umgebung der Jugendherberge erkundet. Wir sind zunächst zur Breitachklamm gelaufen und haben diese durchwandert und uns angeschaut, wie sich das Wasser im Laufe der Zeit durch den Fels gearbeitet hat. Danach sind wir an der Söllereckbahn vorbei zum Freibergsee gegangen, um im Schatten der Skiflugschanze unser Lunchpaket zu verspeisen. Im Anschluss sind wir noch nach Oberstdorf gelaufen und haben die Fußgängerzone angeschaut, sodass wir am Ende des Tages eine schöne lange Runde unterwegs waren. Hier konnte jeder noch einmal seine Schuhe einlaufen und sich langsam an das Wandern gewöhnen.

Montags ging es dann zum ersten Mal höher hinauf. Wir sind mit dem Bus nach Bolsterlang gefahren und dort mit der Bergbahn auf die Hörner gefahren, wo wir auf einer schönen Tour und einigen Höhenmetern bis zum Ofterschwanger Horn gewandert sind. Die Strecke war zwar kürzer als am ersten Tag, aber mit den Höhenmetern war sie doch nicht weniger anstrengend.

Nach zwei Tagen wandern gab es am Dienstag eine Pause. Wir sind mit allen Richtung Söllereck gegangen um zwei Runden im Allgäu-Coaster den Berg runter zu flitzen. Danach ging es noch nach Oberstdorf, um weiter die Stadt zu erkunden.

Ausgeruht ging es dann am Mittwoch zur ersten größeren Tour: Wir sind mit der Söllereckbahn hochgefahren und dann den Fellhorngrat bis zur Bergstation der Kanzelwandbahn gewandert. Diese Tour war schon anstrengender und auch ein wenig anspruchsvoller als die ersten, dies wurde aber von allen hervorragend gemeistert. Auf dem Gratweg und dem Fellhorn wurden wir dann auch mit einer super Aussicht belohnt. Leider hatten wir gerade den Tag erwischt, wo das Wetter nicht so warm war. So haben wir zwar nicht geschwitzt, es war durch den Wind aber auch sehr frisch auf dem Gratweg. Am Ziel angekommen sind wir dann mit der Bergbahn runter ins Kleinwalsertal gefahren, um mit dem Bus zur Herberge zurückzukehren.

Direkt am nächsten Tag ging es noch einmal auf große Wandertour. Wir sind mit dem Bus nach Oberstdorf gefahren, um dann mit der Nebelhornbahn bis zur Bergstation Höfatsblick zu fahren. Von dort ging es zunächst mit ein wenig auf und ab zum Geißfußsattel, wo wir bei bester Aussicht unsere Mittagspause eingelegt haben. Nach dieser Stärkung ging es dann entlang der beiden Gaisalpseen den Berg wieder hinab, um an der unteren Richteralpe vorbei über den Wallraffweg wieder zurück nach Oberstdorf zu wandern. Wir sind an diesem Tag also nicht viele Höhenmeter hinauf, dafür etwas über 1000 Höhenmeter abgestiegen.

Zum Abschluss der Wanderwoche haben wir am Freitag dann zur Erholung das Schwimmbad in Sonthofen besucht, um dort im Wasser unsere Muskeln wieder zu entspannen. Am Samstag ging es dann auch schon wieder nach Hause. Dies gestaltete sich als außerordentlich Abenteuerlich, da die Deutsche Bahn der Ansicht ist, die gesamten Fahrgäste eines Zuges in einen Schienenersatzverkehr-Bus zu bekommen. Die Rückfahrt ging entsprechend bereits ab Oberstdorf mit Verspätung los, wir waren dann auch erst abends um halb elf wieder zurück in Achim.